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Vérvörös cipellők

színdarab

2012 június

Franvera, ein kleines Mädchen aus einem idyllischen Dorf irgendwo im Kosovo (großartig gespielt von Anna Thieser), hat einen großen Traum. Sie möchte Tänzerin werden. Doch dann bricht die Kriegsrealität über sie herein und ihre Freundin Anna kündigt ihr die Freundschaft. Sie dürfen sich nicht mehr sehen, sagt sie. Für Franvera unverständlich, wie so vieles, seit der Krieg ihr Dorf erreicht hat. Sie verliert ihren Vater und muss aus ihrem Heimatdorf fliehen. Ihre roten Schuhe, einst ein Geburtstagsgeschenk ihrer Eltern aus der Zeit, als alles noch in Ordnung war, hat sie immer dabei. Die Schuhe, die für ihren großen Traum standen, werden im Laufe ihrer Reise ein Zeichen für die Hoffnung, dass alles besser werden kann und sie nicht aufgeben sollte. Begleitet wird sie von Rotbart, einem verbitterten Kriegsveteran, der, trotz seines kaputten Fußes und seiner Alkoholsucht versucht, den Ton anzugeben und der alten Brotfrau aus ihrem Dorf, die auf die kleine Franvera aufpassen soll.

Franveras Schicksal steht symbolisch für die vielen Kinder, die in Kriegen ihre Eltern verlieren, fliehen müssen und denen Brutalität und Gewalt nicht fremd ist.

Die Theatergruppe der DSB nahm sich im Schuljahr 2011/2012 diesem heute noch aktuellem Thema an und setzte es unter der Leitung von Stefan Osnowski und Czajder Gábor, die gleichzeitig auch Rollen im Stück übernahmen, gekonnt um. Neben den großartigen Leistungen der Schauspieler und den ungewöhnlichen Lichteffekten, überzeugte die Aufführung mit einer beklemmenden Eindringlichkeit, die alle Aufmerksamkeit auf die Geschichte lenkte, ohne großen Wert auf Requisiten oder Kostüme zu legen.

Mit dem Stück „Blutrote Schuhe“ von Charles Way ist der Theatergruppe mal wieder etwas gelungen, was viele begeistern und zum Nachdenken anregen konnte und was mich persönlich nicht so schnell wieder losgelassen hat.

Sophie Klein

 

Schauspieler:

Franvera – Anna Thieser

Rotbart – Gábor Czajder

Brotfrau – Janna Strassburger

Doktor – Gabi Grams

Mutter – Vivien Brandt

Vater – Stefan Osnowski

Anna – Hanna Malinger

Soldat 1 – Victor Máki

Soldat 2 – Anton Albrecht

Technik: Veit Stemmer, Alexander Wolfger

Bühne: Miklós Galambos, Alexander Schikowski, Stefan Osnowski

Sofleuse: Adél Erdei-Melis

Musik: Gonzales: „Dot“, „Carnivalse“, „One Note at a Time“, J.S. Bach: „Violin Sonata #6 in G-Dur, BWV 1019 - 2. Largo“

Regie: Stefan Osnowski, Gábor Czajder